Die allermeisten Probleme zwischen Mensch und Hund entstehen auf Grund von Missverständnissen. Der Clicker bietet uns Menschen eine wunderbare Möglichkeit, mit unserem Hund eindeutig zu kommunizieren. Sagen Sie Ihrem Hund mit Hilfe eines Clicks, was er richtig macht, anstatt immer zu reagieren, wenn er etwas falsch macht.
Frei von negativen Gefühlen wie Angst und Unsicherheit lernt es sich am besten. Doch kann der Hund nur innerhalb von 0,5 - 2,0 sec. Verhalten und Belohnung miteinander in Verbindung bringen. Mit Hilfe eines Clicks können Sie auf die Sekunde genau das erwünschte Verhalten einfangen. Der Click ist ein BRÜCKENSIGNAL , es bedeutet: "Mit dem, was du gerade jetzt gemacht hast, hast du dir eine Belohnung verdient". Die Belohnung kann man in Ruhe herausholen. Belohnung muss nicht immer in Form von Futter gegeben werden, man kann dem Hund damit belohnen, was ihm in dem Moment am erstrebenswertesten erscheint - spielen, schnüffeln dürfen, usw. Aber nicht immer ist das, was Hunde am liebsten möchten, eine geeignete Belohnung (in dem Moment). Mit Futter ist sehr hohe Bestärkungsrate möglich.
Natürlich ist es möglich, dem Hund das Leckerlie vor die Nase zu halten, wenn er etwas tun soll und somit gewünschtes Verhalten "erlocken". Nur hat das Locken entscheidende Nachteile:
- viele Hunde bekommen vor lauter Gier gar nicht mit, was sie gerade tun. Sie können somit Verhalten schlecht oder nur langsam "bewusst" zeigen.
- erlocktes Verhalten täuscht den Menschen über das wirkliche Können des Hundes;
- durch Locken bestätigt man oft ungewollt bzw. unbewusst unerwünschtes Verhalten
Kann man mit jedem Hund clickern?
Ja, aber nicht nur mit Hunden. Ebenso ist Clickertraining möglich mit Delphinen, Meerschweinchen, Pferden, Ratten, Katzen... Clickertraining ist eine wissenschaftliche Methode, die auf der Grundlage der Gesetze von Verhaltens -und Lernbiologie beruht.
- Ältere Hunde können auch noch Lernen, ganz m Gegensatz zu der gegenteiligen und weit verbreiteten Meinung;
- Welpen lernen in einer atemberaubenden Geschwindigkeit;
- So genannte Problemhunde (Angst, Aggression) sind oft mit Hilfe des Clickers von einer schweren Last befreit, nämlich der Angst etwas falsch zu machen und dem Druck, nicht zu wissen was denn von ihnen erwartet wird;
Clickertraining ist nicht antiautoritär wie es seine Gegner ihm vorwerfen. Ganz im Gegenteil. Clickertraining erfordert absolute Konsequenz bei der Verwaltung der Ressourcen. Ressourcen sind all die Dinge, die der Hund erreichen möchte: Sozialkontakte, Freilauf, Schnüffelstellen, und Futter. Der Mensch hat all die Dinge unter Kontrolle und gibt sie nur frei, wenn Hund das erwünschte Verhalten zeigt. Konsequenz bedeutet aber auch konsequentes Belohnen, solange das gewünschte Verhalten noch nicht gefestigt ist.
Was meinen Sie, wie oft sie etwas wiederholen / üben / belohnen müssen, bis der Hund es wirklich "kann"? 10-mal, 100-mal mal ... Falsch. 1000 bis 20 000 Wiederholungen sind notwendig!
Ein Geheimnis verrate ich zum Schluss: Hunde können kein Deutsch!!! Das wissen scheinbar die wenigsten Menschen, und so werden die Hunde zugelabert und herumkommandiert, ohne dass sie auch nur die Chance haben zu erfahren, was von ihnen erwartet wird. denn allzu oft widersprechen sich Körpersprache und gesprochenes Wort des Menschen. Die Hunde fangen an zu raten, und manchmal haben sie Glück und liegen richtig.
Mit KLEINSCHRITTIGEM Lernen und PUNKTGENAUEM Timing holen sie sich und ihren Hund aus dieser Kommunikationssackgasse heraus. Geben Sie ihm die Chance.
Sabine Friedrich
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