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Mein Weg zu den Hunden

Sabine Friedrich

 

Mein Name ist Sabine Friedrich, Jahrgang '63. Ich habe 2 Kinder, meine „Große“ erlernte ihren Traumberuf, sie machte eine Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten, mein Sohn wird bald sein Abitur angehen, alles Weitere steht in den Sternen.

Meine "hundliche" Laufbahn begann eigentlich gar nicht mit Hunden, sondern mit Pferden. Zwar hatten wir immer Hunde, aber wir "hatten" sie eben nur, großartig beschäftigt haben wir uns mit ihnen nie, sie gehörten zwar immer zur Familie (was schon sehr viel ist, wie ich heute weiß), aber eine bewusste Sozialisation oder Beschäftigung mit dem Hund gab es nicht.

Meine Tochter begann mit 8 Jahren mit dem Reiten, ich habe sie begleitet. Mich haben Pferde schon immer fasziniert, doch waren es für mich unbekannte Wesen. Ich hatte genug Zeit und Muße, dort auf dem Reiterhof die Pferde und den Umgang mit ihnen zu beobachten. Bald reichte mir das nicht mehr, ich wollte mehr wissen. Da fiel mir das erste Buch von Monty Roberts in die Hände und ich versank in eine andere Welt.

Nun mag man sicher über Monty Roberts geteilter Meinung sein, doch durch dieses Buch wurde mir bewusst, dass wir es mit Wesen zu tun haben, die eine eigene Ausdruckweise haben, die sich verständigen mit ganz feinen Signalen, die man - so man bereit ist auf dieses Wesen einzugehen - lesen kann. Dann kam mir eines Tages die glorreiche Idee, dass es auch bei Hunden eventuell so etwas wie eine Körpersprache geben könnte. Ich suchte und wurde fündig, ich las von Anders Hallgren "Lehrbuch der Hundesprache".

Damals lebte gerade Bessy bei uns. Bessy war meine Lehrmeisterin in Punkto Hundesprache. Ich kann nur sagen, es sind wirklich bewegende Momente, wenn man die eigene Blindheit erkennt. Und nicht nur das, ich schaute mich um und sah überall die Missverständnisse zwischen Hunden und Menschen. Damals beschloss ich, mir mehr Wissen anzueignen, um das auch eines Tages weiter geben zu können.

Ich habe zunächst ein 7 -monatiges Praktikum in einer Hundeschule absolviert. Ich bekam dort erste Einblicke in die Praxis der Menschen- und Hundeausbildung. Aber das reichte natürlich nicht. Zunächst war es wichtig, aus der Fülle von Wissen und Informationen einen eigenen umsetzbaren Weg zu finden. Ich habe viel gelesen, anderen Trainern über die Schulter geschaut, besuchte Seminare, bildete und bilde mich ständig weiter. Mit jedem Hund, jedem Menschen, dem ich gegenüber stehe, lerne ich dazu.

Seit 2001 betreibe ich in Müllrose nebenberuflich meine Hundeschule.

Ich habe einen sehr hohen Anspruch an mich, nämlich einen Beitrag zu leisten, zur besseren Verständigung zwischen Menschen und Hunden, damit die Achtung voreinander wächst, damit Missverständnisse und Unwissenheit als Hauptursache von Problemen bzw. Problemverhalten besser erkannt und somit Gewalt und Zwang als die wichtigsten Mittel der Problemlösung endlich aus unserem Alltag verschwindet.

Es ist heute ein Selbstverständnis für mich, dass ich mich durch ständige Weiterbildung über Seminare, über den Austausch und das Lernen mit und von anderen Trainern in Theorie und Praxis weiter entwickelt. Ein guter und wichtiger Partner ist mir dabei der BHV eV., der Berufverband für Hundeerzieher und Verhaltensberater.

Ihre Sabine Friedrich

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